Die Landesskandalbanken

In der »Zeit« von letzter Woche beleuchtete ein Artikel die Lage der Landesbanken in Zeiten der Finanzkrise - und wieso sie mit den von ihnen angehäuften Giftpapieren jetzt Länder und Kommunen vor große Probleme stellen:

http://www.zeit.de/2009/48/Landesbanken?page=all

Demnach haben sich die Landesbanken rechtzeitig, bevor die Aufnahme von Geldern mit Staatsgarantien verboten wurde, mit rund 400 Milliarden Euro »vollgesaugt«. Diese Gelder, für die die Länder noch bis 2015 in der Pflicht stehen, sind dann im Rausch zu einem Großteil in jene risikoreichen Anlagen geflossen, die jetzt dramatisch an Wert verloren haben. Den Kapitalbedarf der Landesbanken zur Krisenbewältigung müssen jetzt die Eigner (Länder und Sparkassen) decken bzw. der Bankenrettungsfonds Soffin des Bundes. Die Finanzkrise geht also weiter …

Petition für eine Finanztransaktionssteuer

Seit vielen Jahren schon taucht das Thema einer Finanztransaktionssteuer oder Tobinsteuer (so nach ihrem Erfinder James Tobin benannt) immer wieder mal auf. Dabei geht es darum, jede internationale Devisentransaktion mit einer bestimmten Gebühr zu belegen. Das soll die schlimmsten Auswüchse der Börsenspekulation etwas eindämmen, ein Vorhaben, das angesichts der gerade über uns gekommenen (und vermutlich noch lange nicht ausgestandenen) Finanzkrise sicherlich nicht die schlechteste Idee ist.

Um dem Ziel der Einführung einer solchen Steuer näher zu kommen, läuft derzeit eine Online-Petition, die die Einführung der Steuer fordert:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petitio...

Die Petition läuft noch bis zum 25. Dezember, allerdings ist bereits am 3. Dezember der Stichtag, bis zu dem 50.000 Mitzeichner dazu führen, dass es zu einer öffentlichen Anhörung im Bundestag zum Thema kommt. Daher mein Appell: MITZEICHNEN (und das ganze natürlich weiterverbreiten)

Mehr Infos zur Petition gibt es z.B. unter http://www.hartz4-im-netz.de/index.php?module=ALG2-Initiativen-Forum&func..., daneben könnt ihr für aktuellste Meldungen auch @Tobinsteuer bei Twitter folgen.

Fiji Water - wirklich so grün und gut wie beworben?

In den USA ist es ein Trend-Getränk, das z.B. von Barack Obama und Al Gore gerne getrunken wird: Fiji Water. Das Mineralwasser stammt aus einem Brunnen von den Fiji-Inseln und ist - laut Werbung - frei von Verschmutzung und besonders gesundheitsfördernd. Ein Artikel bei Mother Jones beleuchtet einige Hintergründe und zeigt, warum das Wasser vielleicht doch nicht so grün und gut ist wie behauptet:

http://www.motherjones.com/politics/2009/09/fiji-spin-bottle