Und schon wieder die Bahn!

Die Deutsche Bahn mausert sich so langsam zu einem meiner Hauptthemen hier, heute hat es ein offener Brief des Telepolis-Autors Joachim Jakobs an den Bahn-Chef Rüdiger Grube hierher geschafft. In diesem fasst er unter dem Titel »Wenn der Lokführer keine Blähungen hat und die Sonne scheint« einige der Pannen und Ungereimtheiten der letzten Jahre – vom Bespitzelungsskandal über die Panne bei den ICE-Zügen (die ja erst ab 2011 behoben werden soll) bis hin zu den neuen Erkenntnissen über den Bau der Strecke München–Nürnberg, bei der zu wenig Material verbaut und dafür aber zu viel verlangt wurde.

Obwohl Jakobs auch meine Stimmung in vielen Punkten trifft, muss ich den Bahnchef doch ein wenig in Schutz nehmen: schließlich ist es ja keine leichte Aufgabe einen solchen Mammut-Konzern zu lenken, wobei jeder Bürger und vor allem jeder Politiker zu wissen glaubt, wie das geht. Gleichwohl sollte die Bahn (und vor allem einige ihrer Mitarbeiter) sich noch stärker bemühen, in den Passagieren echte Fahr-GÄSTE und KUNDEN zu sehen und diese auch so zu behandeln – von (halbwegs) freundlicher Behandlung bis hin zu einer deutlich verbesserten Informationspolitik. Und die Politik sollte dem (deutlich umweltfreundlicheren) Verkehrsmittel gerade in Zeiten des Klimawandels die Bedeutung verleihen, die ihm zusteht, auch gegen die Automobilhersteller und ihre Lobby!